Luftdruck für Landwirtschaftsreifen

Bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen ist die Kombination aus wechselnder (Gewichts-)Belastung der Reifen und Fahren auf verschiedenen Untergründen eine der größten Herausforderungen. Welcher Luftdruck wird wann benötigt, oder sollte dann ein bestimmter Reifen verwendet werden? Wie oft muss man den Luftdruck ändern, und worauf muss man achten?

Die Luftdruckproblematik im Agrarsektor kann am besten mit einem Beispiel verdeutlicht werden. Es gibt nämlich zu viele verschiedene Situationen und deshalb keine allgemeine Richtlinie. Anhand eines Beispiels wird deutlicher, wo – in allgemeiner Hinsicht – Schwächen und mögliche Lösungen liegen.

Praxis Luftdruck landwirtschaftliche Fahrzeuge

Eine der größten Herausforderungen beim Luftdruck ist ein an der Zugmaschine befestigtes Werkzeug, da in diesem Fall die größten Lastwechsel entstehen. Durch das zusätzliche Gewicht hinter dem Schwerpunkt des Zugfahrzeugs entsteht in bestimmten Situationen eine Hebelwirkung – trotz der Verwendung von Gewichten.

Schwerpunkt

Nehmen wir beispielsweise einen angekoppelten Pflug. Dann besteht ein großer Unterschied darin, ob dieser waagerecht (Arbeitszustand) oder hoch (Transportzustand) steht, z.B. beim Fahren auf der Straße. Auch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten zwischen beiden Zuständen spielen eine Rolle. Durch den geänderten Schwerpunkt droht die Zugmaschine nach hinten zu kippen, da die Hinterachse schwerer ist und die Vorderachse weniger belastet wird. Das kommt der Lenkbarkeit und Sicherheit auf der Straße definitiv nicht zugute.

2 Möglichkeiten für den Luftdruck von landwirtschaftlichen Fahrzeugen

Ungeachtet der Art des Werkzeugs muss der Druck im Reifen immer an die höchste Belastung angepasst werden. In der genannten Situation müsste der Druck im hinteren Reifen im Schnitt verdoppelt werden. Das ist jedoch weit von idealen Arbeitsbedingungen auf dem Land entfernt. Folglich müsste der Luftdruck bei wechselndem Untergrund (und wechselnder Geschwindigkeit) jedes Mal geändert werden. Wenn das zu umständlich oder nicht möglich ist, besteht die Möglichkeit, einen Reifen mit einer großen Luftkammer und demselben Abrollumfang zu wählen. Diese Option ist jedoch wegen der Breite der Ackerfurche nicht immer möglich.

Radlast und Geschwindigkeit

Die bestimmenden Faktoren für den Reifendruck sind die Radlast, die auf Papier berechnet oder durch Wiegen (sprichwörtlich) gefunden werden kann, und die Geschwindigkeit(en). Um den richtigen Wert zu ermitteln, können die Gebrauchstabellen der verwendeten Reifenmarke zu Rate gezogen werden. Verwenden Sie keine allgemeine Tabelle oder eine Tabelle einer anderen Marke, da zwischen den Marken für denselben Reifentyp manchmal große Unterschiede bestehen. Gemeinsam mit den Experten von Heuver können Sie den richtigen Reifen für die richtige Verwendung mit dem richtigen Luftdruck immer finden.

Verhindern Sie unnötigen Verschleiß an Ihren Landwirtschaftsreifen

Der richtige Reifendruck ist sowohl auf dem Acker als auch auf der Straße wichtig, um eine(n) unnötige(n) Belastung und Verschleiß von Profil und Karkasse zu verhindern. Beim Fahren mit zu niedrigem Luftdruck und hoher Geschwindigkeit federt der Reifen zu stark ein. Dadurch wird die Temperatur im Reifen zu hoch und wird die Reifenwange zu stark belastet. Auf dem Acker kann ein falscher Luftdruck dazu führen, dass sich der Reifen auf der Felge dreht und in der Reifenwange Falten entstehen. Der Landwirtschaft Reifen verschleißt schneller, sodass keine optimale Rendite erzielt werden kann.

Verhindern Sie unnötigen Verschleiß an Ihren Landwirtschaftsreifen